Verfahrensbeiständin, Umgangs- und Ergänzungspflegerin, Erziehungsberaterin

Umgangspflegschaft

Gesetzliche Grundlage ist § 1684 Abs. 3 BGB: „Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen."

Der Umgangspfleger wird ebenfalls von einem Familienrichter bestellt. Meine Aufgabe ist es mit Ihnen die Umgangstermine zu besprechen, unter Umständen das Kind auf den Umgang vorzubereiten und die Übergaben zu begleiten. 

Sollte es zu Problemen bei den Übergaben kommen, werde ich mit Ihnen Gespräche führen um Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten.

Die Umgangspflegschaft ist in der Regel befristet (sechs Monate). In der Zeit versuche ich die Eltern wieder in die Lage zu versetzen den Umgang selbstständig und einvernehmlich zu regeln. Auch in diesem Fall, werde ich dem zuständigen Richter/ der zuständigen Richterin einen schriftlichen Bericht über den Verlauf der Umgangspflegschaft zukommen lassen.


Umgangsbegleitung

Ebenfalls ist es möglich, dass ich seitens des Jugendamtes als Umgangsbegleitung beauftragt werde. Dies kann erforderlich sein, wenn ein Kind lange, oder noch gar keinen Kontakt zum anderen Elternteil hatte, oder aber der Elternteil alleine noch nicht in der Lage ist den Umgang zu gestalten. Möglichweise können Gefährdungsaspekte ein Grund für eine Umgangsbegleitung sein.

Wenn beide Elternteile sich darüber einig sind, dass eine Umgangsbegleitung derzeit nötig ist, kann ich auch auf privater Basis angefragt werden.